Kosmografische Standardtheorie

 

Version 1.3 - 2010 auf Anfrage




Inhaltsverzeichnis:


Kosmografische Standardtheorie

(Version: 1.2 - 2007)

Grundvoraussetzungen:

Konstruktivistische Modellentwicklung:

Die Toroide Glockenform - das kosmografische Standardmodell:

Kosmografisches Theorem:

Kompromiss mit der Unendlichkeit:

HiTec-astronomische Voraussage:


Astronomische Indizien

Globale Dipolstruktur in der kosmischen Hintergrundstrahlung:


Anhang

Begriffsdefinitionen:





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Kosmografische Standardtheorie

(Version: 1.2 - 2007)


Grundvoraussetzungen:


1. Für den Gesamtweltraum soll die Allgemeine Energieerhaltung gelten.

Begründung: Wenn Energie aus nichts entstehen oder vernichtet werden könnte, würde sich die Gesamtenergiemenge des Weltalls beliebig schnell ändern. Das widerspräche der Langzeitstabilität des beobachtbaren Kosmos. Nur eine konstante Energiemenge im Gesamtweltraum kann diese Langzeitstabilität erhalten.


2. Der prinzipielle Aufbau des Gesamtweltraumes ist mit konstruktivistischer Geometrie darstellbar.

Begründung: Viele beobachtbare Objekte weisen konkrete Größenunterschiede zueinander auf, was nur in einem prinzipiell endlichen Gesamtraum möglich sein kann. In einem hypothetisch unendlich großen Raum, müsste jedes enthaltene kleinere Objekt zwangsläufig unendlich klein sein. Im unendlich Kleinen verliert sich jede Strukturmöglichkeit und alle beobachtbaren Objekte wären gleichgroß, was sie nicht sind.

Demnach fordern die unterschiedlichen Größenverhältnisse bekannter Objekte zueinander, eine prinzipiell endliche Größe des Gesamtweltraumes. Jedes System endlicher Größe, wie groß es auch immer sein mag, ist prinzipiell überschaubar und vereinfacht geometrisch darstellbar.


3. Ein metrisches Modell des Gesamtweltraumes muss mit gekrümmter Geometrie dargestellt werden.

Begründung: Eines der größten Verdienste Prof. Dr. Albert Einsteins ist die Erkenntnis, die wesentlichen metrischen Eigenschaften des Materie enthaltenden Weltraumes mit einer zweidimensionalen, sogenannten "gekrümmten Geometrie" realistisch darstellen zu können - nachfolgend als "Kosmometrie" bezeichnet.




Ausgangsfrage: Wie ist der Gesamtweltraum im Prinzip aufgebaut?


Konstruktivistische Modellentwicklung:

Der Unterschied zwischen Kosmometrie und einer zweidimensional "flachen Geometrie" wird beispielsweise bei dem Verhalten der Innenwinkelsumme eines Dreiecks, gut anschaulich. In einer flachen Geometrie ist die Innenwinkelsumme jedes Dreiecks 180 Grad, was Bild 1 mit einigen verschiedenen Beispiel-Dreiecken zeigt:


 (Bild 1 - in höherer Auflösung anzeigen)

In der Kosmometrie variiert die Innenwinkelsumme jedes Dreiecks und ist immer verschieden von 180 Grad. Bei einem kosmometrischen Modell für den Gesamtweltraum entspricht die Innenwinkelsumme eines Dreiecks konstanter Größe (nachfolgend als "Messdreieck" bezeichnet), direkt der lokalen kosmischen Energiedichte im Raum. Anschaulich wird diese Proportionalität bei dem Modell einer dynamischen Kugeloberfläche, wie es Bild 2 darstellen soll:


 (Bild 2 - in höherer Auflösung anzeigen)

Gemäß der Allgemeinen Energieerhaltung zeigt eine große Innenwinkelsumme des Messdreiecks eine hohe kosmische Energiedichte an und eine kleinere Innenwinkelsumme entspricht einer geringeren Energiedichte. Mit anderen Worten: Nimmt der Flächeninhalt einer Kugeloberfläche zu, muss sich die enthaltene konstante Gesamtenergie auf die größer werdende Fläche verteilen und die lokale Energiedichte des Raumes nimmt ab.

Wie in der Einleitung bereits erklärt, ist ein beschleunigt expandierendes Modell des Gesamtweltraumes irreal, da es die Allgemeine Energieerhaltung verletzt. Des weiteren ergibt sich daraus eine topologische Konsequenz. Die Perlmutter-Schmidt-Beschleunigung der Hubble-Expansion führt durch die ständig weiter absinkende kosmische Energiedichte, im kosmometrischen Modell zwangsläufig zu einer sogenannten "negativen Krümmung". Demzufolge muss ein realistisches Modell des Gesamtweltraumes auch "negative" Krümmungen enthalten, was bei Kugeloberflächen prinzipiell nicht der Fall ist!

Mit Hilfe des Messdreiecks wird jener Zusammen deutlich: Die Innenwinkelsummen größer als 180 Grad sind einer sogenannten "positiven Krümmung" der Kugeloberfläche zugeordnet. Hingegen entsprechen die Innenwinkelsummen kleiner als 180 Grad der "negativen" Krümmung einer Trichterfläche. Bild 3 zeigt den topologischen Unterschied zwischen "positiver" und "negativer" Krümmung am Beispiel einer Ringoberfläche:


 (Bild 3 - in höherer Auflösung anzeigen)

Der Bereich "negativer" Krümmung innerhalb der Ringoberfläche ist blau eingefärbt und der rote Bereich markiert den "positiv" gekrümmten Anteil. "Positive" Krümmung entspricht einer hohen kosmischen Energiedichte und "negative" Krümmung einer niedrigen Energiedichte, wie die Messdreiecke anzeigen. Diese "normale" Ringoberfläche als kosmometrisches Modell des ganzen Weltraumes zeichnet allerdings ein Universum mit geringer kosmischer Energiedichte in der Mitte und höherer Energiedichte in weiter Entfernung vom Zentrum.


Die Toroide Glockenform

- das kosmografische Standardmodell:

Dem in der Einleitung beschriebenen Bild vom Gesamtweltraum als größtmöglicher Kugelraum mit den, in der Mitte ständig herrschenden Urknall-Bedingungen maximaler Energiedichte folgend, muss ein kosmometrisches Modell dafür im zentralen Bereich "positiv" gekrümmt sein und erst weiter entfernt vom Zentrum zu einer "negativen" Krümmung übergehen. Fordert man diese Merkmale von der Ringoberfläche, ergibt sich durch Umformung ein "Toroides Glockenmodell" wie Bild 4 veranschaulicht.


 (Bild 4 - in höherer Auflösung anzeigen)

Dabei soll das Loch in der Mitte den quantentheoretisch kleinstmöglichen Durchmesser von 10-33 cm annehmen (ein zentrales, sogenanntes "Wurmloch" mit dem Durchmesser der "Planck-Länge"). Der obere zentrale Bereich jener Toroiden Glockenform entspricht einem Ausschnitt der "positiv" gekrümmten Kugeloberfläche (hohe Energiedichte), der nach unten hin gewissermaßen "nahtlos" in eine "negative" Krümmung der Trichterfläche (niedrige Energiedichte) übergeht. Die "Außenhaut" des Toroiden Glockenmodells soll dabei ein "Expansionskosmos" sein; der Bereich des Gesamtweltraumes, wo sich der Raum quasi "fließend" mit wachsender Entfernung von der Mitte lokal dehnt und die Positionen der Galaxien auseinander treibt. Die "Innenhaut" hingegen stellt einen "Kontraktionskosmos" dar; einen anderen Bereich, wo der Weltraum in Richtung Mitte lokal schrumpft und demnach die antimateriellen Galaxien ihre Positionen annähern.

Unser Planet Erde befindet sich im Expansionskosmos, der einen Hälfte des Gesamtweltraumes, aus dessen Mitte ständig "neue" Materie strömt. Gleichzeitig parallel dazu wird im Kontraktionskosmos, die von allen Richtungen her zur Mitte "fallende" Antimaterie im Raum, immer mehr verdichtet, bis sie im Zentrum angelangt, durch das zentrale "Wurmloch" hindurch, wieder als "neue" Materie aus der Mitte des Expansionskosmos nach außen "fließen" kann. Am scheinbaren "Rand" der glockenförmigen Ringoberfläche; dem "Inversionsradius" im Expansionskosmos auf der "Außenhaut" angekommen, geht es einfach auf der "Innenhaut" im Kontraktionskosmos weiter, jetzt wieder in Richtung Mitte strömend - ein geschlossener Kreislauf.

Bei konstanter Gesamtgröße kann das Toroide Glockenmodell auf Grund der beiden gleichgroßen, spiegelbildlich-parallelen Kosmen, das Merkmal der Holosymmetrie erfüllen. Das Materiealter oder Weltalter im Rahmen der asymmetrischen Urknalltheorie, entspricht in der holosymmetrischen Glockenform der lokalen Entfernung vom Zentrum des Gesamtweltraumes. Das Urknall-Modell mit Synchronität aller Materiezeitalter, wie eine zentrisch orientierte Hierarchie angeordnet, ist als Expansionskosmos Teilsystem des Toroiden Glockenmodells. Am Inversionsradius herrscht demzufolge der kältestmögliche Zustand, das sogenannte "Bose-Einstein-Kondensat". Direkt an der Mitte des Weltalls hingegen brennt die "Glut des Urknalls" ständig als eine Art "ewige Sonne".

Mit der möglichen Holosymmetrie einer Toroiden Glockenform als kosmometrisches Modell des Gesamtweltraumes, ist auch das von Prof. Dr. Wolfgang Ernst Pauli aufgestellte, sogenannte "CPT-Theorem" erfüllt. Des weiteren lässt sich mit dem "Brane-Konzept" der von Prof. Dr. Edward Witten vertretenen "M-Theorie", leicht das Toroide Glockenmodell herleiten.


Kosmografisches Theorem:

Das Weltall ist ein geschlossener Energiekreislauf
in einem größtmöglichen Kugelraum konstanten Volumens,
mit maximaler Energiedichte in der Mitte und nichts außerhalb.


Kompromiss mit der Unendlichkeit:

Wenn der realphysikalische Gesamtweltraum endlicher Größe von einem aktual unendlichen Einbettungsraum umgeben sein sollte, ist dieser Einbettungsraum prinzipiell unzugänglich für jede Art von Beobachter. Ein unendlicher Raum würde als kosmometrisches Modell einer exakt flachen, absolut strukturlosen Topologie mit aktual unendlichem Krümmungsradius entsprechen – Energiedichte real NULL. Bild 5 will dies andeuten:


 (Bild 5 - in höherer Auflösung anzeigen)

Ob endlich oder unendlich, ein Aspekt ist in beiden Fällen gleich: aus mesokosmischer Sicht weist der realphysikalische Gesamtweltraum ein markantes Zentrum auf. In der Mitte des Weltalls herrscht die maximale Energiedichte und unsere Galaxis befindet sich in einer konkreten, ständig anwachsenden Entfernung zum "hellen" Zentrum des Universums.


HiTec-astronomische Voraussage:

Mit ausreichender statistischer Genauigkeit beobachtet, ist im astronomisch wahrnehmbaren Weltraum eine Materiealter-bedingte Richtungsabhängigkeit messbar.

- Indizien dafür sind bereits bekannt....



Attila Mattukat, © 2007






Astronomische Indizien


Globale Dipolstruktur in der kosmischen Hintergrundstrahlung:

NASA

Im Jahre 1989 wurde vom NASA-Forschungssatellit COBE (COsmic Background Explorer) die sogenannte "kosmische Hintergrundstrahlung" mit hoher Genauigkeit kartografiert. Hauptziel der Mission war es; kleine lokale Temperaturschwankungen in der das kosmische Vakuum erfüllenden Wärme-Strahlung aufzuzeichnen. Die Durchschnittstemperatur der Strahlung liegt bei etwa 2,7 Kelvin, gleichbedeutend mit rund -270°Celsius! Knapp an der Messgenauigkeitsgrenze wurden tatsächlich lokale Temperaturschwankungen dokumentiert. Diese Entdeckung wurde mit dem Physik-Nobelpreis 2006 ausgezeichnet. (Bild: NASA)

Aus den Messdaten der COBE-Mission ergab sich noch ein weiteres Phänomen: etwa 100 mal intensiver als die kleinen lokalen Temperaturschwankungen, enthält die kosmische Hintergrundstrahlung auch eine "globale Dipolstruktur". Das bedeutet: in einer bestimmten Richtung am Himmel ist die Temperatur der Strahlung am höchsten, genau in Gegenrichtung am niedrigsten und dazwischen verläuft die Temperatur ganz allmählich von der wärmsten bis zur kältesten Position. Folgendes Bild zeigt eine Übersichtskarte aller Dipol-Messdaten der COBE-Mission nach galaktischen Koordinaten.


NASA


Diese Karte entspricht dem gesamten, unseren Planeten Erde umgebenden Himmel. Der kleine Kreis in der Mitte der Karte markiert das Zentrum unserer Galaxis und die Farbveränderung macht den Temperaturverlauf der kosmischen Hintergrundstrahlung sichtbar. Eine derartige globale Dipolstruktur in der Temperaturverteilung der Hintergrundstrahlung ist mit der Topologie des Toroiden Glockenmodells erklärbar.

Verursacht wird jener Temperaturverlauf durch die Abhängigkeit der lokalen kosmischen Energiedichte, vom Abstand zum zentralen Wurmloch. Je weiter entfernt vom Zentrum maximaler Energiedichte; desto geringer ist die lokale Temperatur der kosmischen Hintergrundstrahlung. Demzufolge müssen weitere Aspekte, wie beispielsweise die globale Supernova-Häufigkeitsverteilung, sich synchron zur Dipolstruktur der Hintergrundstrahlung verhalten. Mit ausreichender statistischer Genauigkeit beobachtet, ist in Richtung der Minimaltemperatur eine maximale Supernova-Häufigkeit zu erwarten und das Minimum der Häufigkeitsverteilung genau in entgegengesetzter Richtung, dem wärmsten Bereich der kosmischen Hintergrundstrahlung.





Anhang


Begriffsdefinitionen:

Ein "Beobachter" ist ein wahrnehmungsfähiges Teilsystem, welches seine Wahrnehmungen aufzeichnet und gezielt selbstorganisiert wiedergeben kann.

Der "Konstruktivismus" beschreibt eine, in allen Aspekten prinzipiell endliche Geometrie und Mathematik.

Der Begriff "Antimaterie" bezeichnet eine genau entgegengesetzte zeitliche Asymmetrie, zu den zeitlichen Asymmetrien der beobachtbaren Materie (Übernahme von Prof. Dr. Richard Phillips Feynmans Deutung der Antimaterie).

Der Begriff "Superposition" bedeutet, dass ein und das selbe Objekt unbeobachtet, sich an mehr als einer Position gleichzeitig befindet.



- Die nummerierten Abbildungen wurden von Sören Kirchner (Tautologix-Leipzig) und Wolfgang Schmeißer (Kosmochrom) nach Vorgaben des Autors erstellt.



Weitere erstaunliche Details in der Multimedia-Show "Kopernikanische Revolution Heute"
und im Vortrag "Aufwachen aus dem Urknallalptraum".


 
 

 
 
 
 

Kosmografische Standardtheorie
(Version: 1.0 – 2004)


 

Kosmografie

Einleitung:

Kosmografie bedeutet im Wortsinne; Weltbeschreibung. So ist dieser Begriff gut geeignet, diejenige Art von Theorie zu bezeichnen, welche ich aufgestellt habe. Es handelt sich um eine Theorie, die eine möglichst realistische Beschreibung des Gesamtweltraums als Ziel verfolgt. Da ich meine Erkenntnisse wie die Wahrnehmung einer meinungsunabhängigen, metrisch-mathematischen Realität empfunden habe, nenne ich sie "Kosmografische Standardtheorie". Erste Überlegungen zur Frage nach dem Aufbau des Universums gehen bis in meine frühe Jugend zurück.

Viele Psychologen vertreten die Ansicht, dass der Charakter eines Menschen von sogenannten "Schlüsselerlebnissen" entscheidend geprägt wird, was ich als sehr realistisch erachte. Möglicherweise durch ein derartiges Schlüsselerlebnis in meiner Kindheit begann ich schon in früher Jugend über das Weltall als Ganzes zu philosophieren:

Als Kind wollte ich eines Tages jemanden fragen, wie das Universum entstanden ist. Bei der Formulierung einer entsprechenden Frage im Kopf, dachte ich aber, wenn ich frage "Wie ist das Universum entstanden?", würde ich ja voraussetzen, dass es irgendwann entstanden sein muss. Ob das Universum entstanden war, wusste ich nicht - genauso gut könnte es immer da gewesen sein. Nach diesen Gedanken änderte ich meine Frage in "Was ist das Universum?" und stellte sie. Der Befragte antwortete, dass er es nicht wisse. Das machte mich stutzig. Auf jene konkrete Frage, genauer formuliert "Wie ist der Gesamtweltraum aufgebaut?", musste es doch eine verständliche Antwort geben! Nach diesem Tag betrachtete ich jede weitere Antwort als einen zu prüfenden Vorschlag.

Später erfuhr ich von Edwin Hubbles großer Entdeckung der kosmischen Expansion und der daraus geschlussfolgerten Urknall-Hypothese. Spontan dachte ich dazu; wenn es einen Bereich im Weltall gibt, in dem alle Galaxien sich voneinander entfernen, gibt es sicher auch einen anderen Bereich des Weltalls, in dem die Galaxien aufeinander zustreben. Das Ganze bildet einen geschlossenen Kreislauf, in einem ultrariesigen Kugelraum konstanter Größe mit einem hellen Zentrum.

Schauen wir zum wolkenfreien Nachthimmel, erscheint der Hintergrund jedoch gleichmäßig dunkel. Wenn dieses Weltbild eines zentrischen Universums trotzdem realistisch ist, würde es durchaus zu Platons sogenanntem "Höhlen-Gleichnis" passen. Vor über 2000 Jahren in Athen sah der Sokrates-Schüler Platon den Menschen in einer Höhle gefangen und nur Schattenbilder der idealen Formen an den Höhlenwänden wahrnehmen, ohne die ursächliche Lichtquelle zu bemerken; die Sonne.


Betrachten wir einmal bekannte astrophysikalische Fakten: 1929 entdeckte der Astronom Edwin Hubble, dass alle, von der Erde aus beobachtbaren Galaxien, ab einem gewissen Mindestabstand im Weltraum, sich von uns und von einander entfernen. Je weiter entfernt eine Galaxie, desto schneller ist ihre Fluchtbewegung. Die Fluchtgeschwindigkeit erreicht in einer bestimmten Entfernung Lichtgeschwindigkeit. Diese Entfernung entspricht dem Radius des sogenannten "kosmischen Ereignishorizontes" - die letzte Grenze messtechnischer Beobachtungsmöglichkeiten! Für den Beobachter Mensch ist der kosmische Horizont mehrere Milliarden Lichtjahre entfernt.

Wir befinden uns also in der Mitte einer Milliarden Lichtjahre großen Kugel, die uns vom weiteren Weltraum praktisch "abschirmt", was durchaus der "Platonischen Höhle" entspricht! Nun könnte es sich bei jener "kosmischen Höhle", nur um einen winzigen Teil des Gesamtsystems Weltall handeln, welches sich in Wirklichkeit vielleicht gerade zusammen zieht, oder einfach immer konstant gleich groß ist.

Wenn diese Vorstellung von einem prinzipiell endlichen Gesamtweltraum unbehaglich sein sollte, empfiehlt sich die Betrachtung der wirklichen Größe des Raumes. Der Erdmond beispielsweise ist etwa so groß wie Australien. Die Sonne ist rund 400 mal größer als unser Mond, erscheint aber ziemlich gleichgroß am Himmel - man stelle sich vor wie weit sie entfernt sein muss. Und es geht weiter: In unserer Galaxis kreisen ungefähr 200 Milliarden! Sonnen. Wie weit müssen diese entfernt sein, um so klein an unserem Nachthimmel zu erscheinen - je genauer die Vorstellung von der wirklichen Größe des Weltraums, desto tröstlicher wird eine prinzipielle Endlichkeit des Gesamtweltraums.



Attila Mattukat, Schüler von
Dr. Dietmar Mülsch, Quantenphysiker




Postulate:


  1. Das Weltall in seiner Gesamtheit soll die Holosymmetrie erfüllen.


  2. Begründung: Jede Asymmetrie ist nur im Rahmen einer grösseren Symmetrie möglich. Ein asymmetrisches Modell des Universums wäre prinzipiell unvollständig und könnte unmöglich das Weltall als Gesamtheit aller Wahrscheinlichkeiten beschreiben. Demnach muss das Universum als Ganzes holosymmetrisch sein.


  3. Der prinzipielle Aufbau des Gesamtweltraums ist mit konstruktivistischer Geometrie darstellbar.


  4. Begründung: Viele beobachtbare Objekte weisen endliche Grössenunterschiede zueinander auf, was nur in einem endlichen Gesamtraum möglich sein kann. In einem hypothetisch unendlich grossen Raum, müsste jedes endliche Objekt zwangsläufig unendlich klein sein! Im unendlich Kleinen verliert sich jede Strukturmöglichkeit und alle beobachtbaren Objekte wären gleichgross, was sie nicht sind.

    Demnach fordert die Struktur endlicher Grössenverhältnisse bekannter Objekte zueinander, eine prinzipiell endliche Grösse des Gesamtweltraums. Jedes System endlicher Grösse, wie gross es auch immer sein mag, ist prinzipiell überschaubar und geometrisch darstellbar. Daraus ergibt sich folgende grundlegende Begriffszuordnung:

    Der Begriff "Weltall" als Gesamtheit aller Wahrscheinlichkeiten, umfasst alles Sein und Nichtsein. Das Sein ist der Endlichkeit zugeordnet; dem Möglichen.... und das "Unendliche" entspricht dem "Nichtsein"; dem Unmöglichen. Dieser konstruktivistische Ansatz soll mit folgender Gleichung formalisiert sein:



    Ein Glauben an die räumliche Unendlichkeit erweist sich als gedankliches Fundament des Nihilismus, mit der letztendlichen Konsequenz, dass der Aufbau des Weltalls eigentlich gar nicht verstanden werden kann, da ein unendlicher Weltraum prinzipiell unüberschaubar wäre.


  5. überall im Gesamtweltraum soll die Allgemeine Energieerhaltung gelten.


  6. Begründung: Wenn bei Energieumwandlungen Energieanteile zu nichts werden oder aus nichts entstehen könnten, würde sich die Gesamtenergiemenge des Universums beliebig schnell ändern. Das widerspräche der Langzeitstabilität des beobachtbaren Kosmos. Nur eine konstante Gesamtenergiemenge im Weltall kann diese Langzeitstabilität erhalten.


Ausgangsfrage: Wie ist der Gesamtweltraum im Prinzip aufgebaut?


Konstruktivistische Modellentwicklung:


Eines der grossen Verdienste Albert Einsteins ist die Möglichkeit, den Weltraum mit einer zweidimensionalen, sogenannten "gekrümmten Geometrie" darstellen zu können. Der Unterschied zur zweidimensional "flachen Geometrie" wird beispielsweise bei dem Verhalten der Innenwinkelsumme eines Dreiecks gut anschaulich. In einer flachen Geometrie ist die Innenwinkelsumme jedes Dreiecks 180 Grad, was Bild 1 mit einigen verschiedenen Beispiel-Dreiecken darstellt:


 (Bild 1 - in höherer Auflösung anzeigen)


In der gekrümmten Geometrie variiert die Innenwinkelsumme jedes Dreiecks und ist immer verschieden von 180 Grad. Bei einem darauf basierenden, geometrischen Modell für den Gesamtweltraum entspricht die Innenwinkelsumme eines Dreiecks konstanter Grösse, welches nachfolgend als "Messdreieck" bezeichnet wird, direkt der lokalen kosmischen Energiedichte im Raum. Anschaulich wird diese Proportionalität beim dynamischen Modell einer Kugeloberfläche, wie es Aleksandr A. Fridman vertrat und die Bild 2 darstellen soll:


 (Bild 2 - in höherer Auflösung anzeigen)


Gemäss der Algemeinen Energieerhaltung zeigt eine grosse Innenwinkelsumme des Messdreiecks eine hohe kosmische Energiedichte an und eine kleinere Innenwinkelsumme entspricht einer geringeren Energiedichte. Mit anderen Worten: Nimmt der Flächeninhalt einer Kugeloberfläche zu, muss sich die enthaltene konstante Gesamtenergiemenge auf die grösser werdende Fläche verteilen und die lokale Energiedichte des Raumes nimmt ab.

Dabei ist es auch ein Unterschied, die Kugeloberfläche von innen oder von aussen zu betrachten. Eine Kugeloberfläche von aussen betrachtet wird als "konvex" gekrümmt bezeichnet und von innen betrachtet als "konkav" gekrümmt. Daraus kann sich durchaus die Möglichkeit eines Parallelkosmos zur Symmetrieherstellung ergeben ....


Zurück zum Messdreieck: Die Innenwinkelsummen grösser als 180 Grad sind einer sogenannten "positiven Krümmung" der Kugeloberfläche zugeordnet. Hingegen entsprechen die Innenwinkelsummen kleiner als 180 Grad der sogenannten "negativen Krümmung" einer Trichterfläche. Bild 3 zeigt den topologischen Unterschied zwischen positiver - und negativer Krümmung am Beispiel einer Ringoberfläche:


 (Bild 3 - in höherer Auflösung anzeigen)


Der Bereich negativer Krümmung innerhalb der Ringoberfläche ist blau eingefärbt und der rote Bereich markiert den positiv gekrümmten Anteil. Positive Krümmung entspricht einer hohen kosmischen Energiedichte und negative Krümmung einer niedrigen Energiedichte, wie die Messdreiecke anzeigen. Diese "normale" Ringoberfläche als geometrisches Modell des ganzen Universums zeichnet allerdings ein Weltall mit geringer kosmischer Energiedichte in der Mitte und höherer Energiedichte in weiter Entfernung vom Zentrum.


Die Toroide Glockenform

- das kosmografische Standardmodell:


Der in der Einleitung beschriebenen "Vision" vom physikalischen Gesamtraum als den grösstmöglichen Kugelraum mit den, in der Mitte ständig herrschenden Urknall-Bedingungen sehr hoher Energiedichte folgend, muss ein geometrisches Modell dafür im zentralen Bereich positiv gekrümmt sein und erst weiter entfernt vom Zentrum zu einer negativen Krümmung übergehen. Fordert man diese Merkmale von der Ringoberfläche, ergibt sich durch Umformung ein "Toroides Glockenmodell" wie Bild 4 veranschaulicht. Dabei nimmt das Loch in der Mitte den quantentheoretisch kleinstmöglichen Durchmesser von 10-33 cm an - ein "zentrales Wurmloch" mit dem Durchmesser der "Planck-Länge".


 (Bild 4 - in höherer Auflösung anzeigen)


Der obere zentrale Bereich jener Toroiden Glockenform entspricht einem Ausschnitt der positiv gekrümmten Kugeloberfläche, der nach unten hin gewissermassen "nahtlos" in eine negative Krümmung der Trichterfläche übergeht. Die konvexe "Aussenhaut" des Glockenmodells soll dabei ein "Expansionskosmos" sein; der Bereich des Weltalls, wo die Galaxien sich voneinander entfernen, und die konkave "Innenhaut" stellt einen "Kontraktionskosmos" dar; einen anderen Bereich, wo Galaxien aufeinander zustreben.

Unser Planet Erde befindet sich im Expansionskosmos, der einen Hälfte des Gesamtweltraums, aus dessen Mitte ständig "neue" Materie strömt. Gleichzeitig parallel dazu wird im Kontraktionskosmos, die von allen Richtungen her zur Mitte "fallende" Antimaterie, immer mehr verdichtet, bis sie im Zentrum angelangt, durch das "zentrale Wurmloch" hindurch, wieder als Materie aus der Mitte des Expansionskosmos nach aussen fliessen kann. Am scheinbaren "Rand" des Expansionskosmos auf der "Aussenhaut" der glockenförmigen Ringoberfläche angekommen, geht es einfach auf der "Innenhaut" im Kontraktionskosmos weiter, jetzt wieder in Richtung Mitte strömend - ein geschlossener Kreislauf.

Durch die Möglichkeit der quantenphysikalischen Superposition lässt sich mit der zweidimensionalen Glockenform auch die dritte Raumdimension des realphysikalisch dreidimensionalen Raumes beschreiben. Das Toroide Glockenmodell soll den Gesamtraum des Weltalls darstellen und ist deshalb frei von grösseren, höherdimensionalen "Einbettungsräumen". Ohne Einbettungsraum bleibt seine Position prinzipiell unbestimmt. Damit kann die Toroide Glockenform um das "zentrale Wurmloch" herum, an allen Positionen gleichzeitig gelten. Sie nimmt eine ständige Superposition ein und ergibt auf diese Weise den realphysikalisch dreidimensionalen Weltraum mit der Möglichkeit eines gleichgrossen Parallelraums zur Symmetrieherstellung, wie Bild 5 andeutet.



 (Bild 5 - in höherer Auflösung anzeigen)


Bei einer konstanten Gesamtgrösse kann das Toroide Glockenmodell das Merkmal der Holosymmetrie erfüllen. Das Materiealter oder Weltalter im Rahmen des asymmetrischen Urknall-Modells entspricht in der holosymmetrischen Glockenform, der lokalen Entfernung vom Zentrum des Gesamtweltraums. Die Urknalltheorie mit Synchronität aller Materiezeitalter; wie ein Panorama zentrisch orientiert angeordnet, ist als Expansionskosmos Teilsystem des Toroiden Glockenmodells.


Das aus der Kosmografischen Standardtheorie folgende Weltbild in einem Satz komprimiert: Das Universum ist ein grösstmöglicher Kugelraum konstanter Grösse, mit maximaler Energiedichte in der Mitte und nichts ausserhalb.


Platons berühmtes Höhlen-Gleichnis dazu:


Da der Hintergrund unseres Nachthimmels - der kosmische Ereignishorizont als "Platonische Höhle" - augenscheinlich gleichmässig dunkel ist, muss die "Platonische Sonne" jenseits unseres kosmischen Horizontes zu finden sein. In der Mitte des Weltalls brennt das "Feuer des Urknalls" als eine "Platonische Sonne" in zeitloser Ewigkeit. Weiter entfernt von jenem "ewigen Licht" wird die Temperatur niedriger bis zur Möglichkeit biologischen Lebens, was als "kosmische Biosphäre" bezeichnet werden könnte. Die weiteste Entfernung vom hellen Zentrum des Universums, entspricht dem kältestmöglichen Zustand, dem sogenannten "Bose-Einstein-Kondensat" - die "letzten Gipfel der Wirklichkeit". über dieses "Ende des Weltraums" hinaus gibt es im konstruktivistischen Sinne nichts mehr.


Astronomische Voraussage:


Mit ausreichender statistischer Genauigkeit beobachtet, ist in unserem kosmischen Ereignishorizont eine Materiealter bedingte Richtungsabhängigkeit messbar. Indizien dafür sind bereits bekannt....


Attila Mattukat, © 2004





Weitere erstaunliche Details unter anderem zur 1998 entdeckten "Perlmutter-Schmidt-Beschleunigung" im Vortrag "Aufwachen aus dem Urknallalptraum"
und in der Multimedia-Show "Kopernikanische Revolution Heute".