Kosmografie - Einleitung

 

Kosmografie bedeutet im Wortsinne; Weltbeschreibung. So ist dieser Begriff gut geeignet, diejenige Art von Theorie zu bezeichnen, welche ich aufgestellt habe. Es handelt sich um eine Theorie, die ein möglichst realistisches Modell des Gesamtweltraumes erbringen soll. Da ich meine Erkenntnisse als Wahrnehmung einer meinungsunabhängigen, metrisch-mathematischen Realität empfunden habe, nenne ich sie "Kosmografische Standardtheorie".

In wieweit sind realistische Aussagen über den Aufbau des Gesamtweltraumes überhaupt möglich? Die erste Erkenntnis dazu ist das Naturgesetz der "Allgemeinen Energieerhaltung". Als einer der ersten in der europäischen Wissenschaftsgeschichte erkannte Prof. Hermann Ludwig von Helmholtz um das Jahr 1847 an der Universität Berlin; dass die Gesamtenergie in jedem abgeschlossenen System immer konstant bleibt. Das bedeutet, was auch immer an Ereignissen zu beobachten ist, es sind stets Umwandlungen zwischen verschiedensten Energiearten aus einer bereits vorhandenen Energie konstanter Gesamtmenge.

In einem Stern wie unserer Sonne beispielsweise, wird Atomenergie in elektromagnetische - und Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann niemals Energie vernichtet werden oder aus nichts entstehen. Die vom kosmischen Vakuum umgebene Sonne ist sicher ein relativ stark abgeschlossenes System, allerdings nicht absolut abgeschlossen. Ein Komet zum Beispiel, der in unsere Sonne einschlägt (statt sie zu umkreisen), führt dem System "Sonne" externe Energie zu, wenn auch nur eine sehr geringe Menge. Der Gesamtweltraum aber ist ein total abgeschlossenes System, da seine Maximalgröße prinzipiell alle Teilsysteme enthält. Demzufolge muss die Gesamtenergie des Weltalls absolut konstant sein.

Dieses Naturgesetz der Allgemeinen Energieerhaltung ist quasi ein Grundgesetz der Wirklichkeit. Ich schätze es als so fundamental ein, dass ich dazu bemerken möchte:


Die Erkenntnis der Allgemeinen Energieerhaltung; ist ein kleiner Gedankengang für einen Menschen - aber ein großer Fortschritt für die echte Wissenschaft.


Des weiteren spielen bei der Frage nach dem Aufbau des Gesamtweltraumes zwei HiTec-astronomische Entdeckungen eine ganz wesentliche Rolle. Die Erste wurde vom Astronom Edwin Hubble um das Jahr 1929 gemacht. Er konnte nachweisen, dass alle, von der Erde aus beobachtbaren Galaxien, ab einem gewissen Mindestabstand im Weltraum, sich von uns entfernen. Mit anderen Worten: Je weiter entfernt eine Galaxie, desto schneller ist ihre Fluchtgeschwindigkeit. Diese erstaunliche Entdeckung verallgemeinerte die Mehrheit der Kosmologen in ihren Theorien, für den ganzen Weltraum und so wurde die "Hubble-Expansion" zum Hauptargument der sogenannten "Urknalltheorie".

Die zweite besondere Entdeckung machten die Astronomen Saul Perlmutter und Brian Schmidt um das Jahr 1998: Die Fluchtbewegung der uns umgebenden Galaxien im beobachtbaren Weltraum ist stark positiv beschleunigt! Demnach ist jene von Edwin Hubble entdeckte kosmische Expansion ein offenes Teilsystem dem ständig Energie zugeführt wird. Das bedeutet; wenn die Hubble-Expansion für den ganzen Weltraum gelten soll, würde das Weltall die Allgemeinen Energieerhaltung verletzen! Mit einer konstanten Energiemenge ist nur eine verlangsamte Expansion des Gesamtweltraumes denkbar, da die Schwerkraft der Materie im Raum, der Ausdehnung entgegenwirkt und sie bremst. Die Entdecker Saul Perlmutter und Brian Schmidt hatten auch eine gebremste Hubble-Expansion vor dem Start ihrer Forschungsprojekte erwartet. Großes Erstaunen machte sich breit, als beide Astronomen unabhängig voneinander, eine positive Beschleunigung der kosmischen Expansion nachwiesen - von den Urknallkosmologen "dunkle Energie" genannt.

Die "Perlmutter-Schmidt-Beschleunigung" im Rahmen der Urknalltheorie bedeutet des weiteren, dass sich der beobachtbare Weltraum immer schneller und weiter ausdehnen wird und niemals mehr zusammenziehen kann. Demzufolge ist das Urknall-Modell prinzipiell asymmetrisch. Jede Asymmetrie ist nur innerhalb einer größeren Symmetrie möglich. Ein asymmetrisches Modell des Universums wäre also prinzipiell unvollständig und könnte unmöglich das Weltall als Gesamtheit aller Möglichkeiten beschreiben. Demnach muss das Universum als Ganzes symmetrisch und damit auch statisch sein.

Zweitrangig dabei ist, ob der Gesamtweltraum endlich oder unendlich sein sollte. In beiden Fällen ist das Universum statisch, denn ein aktual unendlicher Raum kann sich nirgendwohin ausdehnen, weil er ja prinzipiell schon alle Möglichkeiten eingenommen hat. Ein Gesamtweltraum endlicher Größe wäre natürlich ebenfalls statisch, da er holosymmetrisch sein muss. Daraus ergibt sich die Frage, wie die Asymmetrie der Hubble-Expansion in den statischsymmetrischen Gesamtweltraum integriert ist.

Als ich zum ersten mal von Edwin Hubbles großer Entdeckung der kosmischen Expansion und der daraus geschlussfolgerten Urknall-Hypothese erfuhr, dachte ich spontan dazu; wenn es einen Bereich im Weltall gibt, in dem alle Galaxien sich voneinander entfernen, gibt es sicher auch einen anderen Bereich des Universums, in dem die Galaxien aufeinander zustreben. Das Ganze bildet einen geschlossenen Kreislauf in einem ultrariesigen Kugelraum konstanter Größe mit einem hellen Zentrum. Der in der Urknalltheorie beschriebene Ablauf ist als ein Panorama der Gleichzeitigkeit quasi fließend, zentrisch orientiert angeordnet und in der Mitte herrscht die Urknall-Energiedichte ständig.

Schauen wir zum wolkenfreien Nachthimmel, erscheint der Hintergrund allerdings gleichmäßig dunkel. Das jene "Supersonne" im Zentrum des Weltalls für unseren optischen Augenschein unsichtbar ist, kann allein dadurch bedingt sein, dass unser Planet Erde sich zu weit entfernt befindet. Mit bloßem Auge betrachtet, sind ja auch keine detaillierten Galaxien am Nachthimmel erkennbar und doch existieren sie.

Wenn dieses Weltbild eines zentrischen Kreislauf-Universums realistisch sein soll, muss es auch als geometrisches Modell darstellbar sein, wie es in der Kosmografischen Standardtheorie beschrieben wird.



Attila Mattukat, in Zusammenarbeit mit
Dr. Dietmar Mülsch, Quantenphysiker (Universität Leipzig)